Testen

Wann soll ich mich testen lassen?

Hepatitis-B- und -C-Viren werden durch Blut oder sexuell übertragen. Eine Übertragung beim Geschlechtsverkehr ist bei Hepatitis C selten, bei Hepatitis B ist es heute aber der Hauptübertragungsweg. Folgende Risiken für eine Übertragung gibt es:

  • Operationen, andere medizinische Eingriffe oder Zahnarztbehandlungen in Schwellen- oder Entwicklungsländern
  • Erhalt von Blutkonserven vor 1992
  • Hepatitis-Erkrankung der Mutter bei Geburt
  • Tattoos, Piercings oder Maniküre, Pediküre unter mangelhaften Hygienebedingungen
  • Spritzen oder Sniffen von Drogen
  • Jahrgang 1950 bis 1985 (nur Hepatitis C: Personen mit diesen Geburtsjahrgängen sind besonders häufig von Hepatitis C betroffen.)

Auch bei Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen im rechten Oberbauch, Depressionen, Muskel- und Gelenkbeschwerden bei denen die Ursache unklar ist, kann ein Test Gewissheit verschaffen.

Wenn eine oder mehrere der Risiken oder Symptome zutreffen oder Sie unsicher sind, ob Sie in der Vergangenheit einer Ansteckungsmöglichkeit ausgesetzt waren, können Sie sich testen lassen. Ein Antikörpertest ist unkompliziert und kann bei jeder Hausärztin oder Hausarzt gemacht werden. Für Hepatitis C zeigt dieser, ob jemals Kontakt mit dem Virus bestand. Fällt der Antikörpertest positiv aus, braucht es einen Bestätigungstest, der nach Virenbestandteilen sucht. Bei Hepatitis B wird zusätzlich überprüft, ob eine Immunität besteht. Diese kann durch eine Impfung oder eine ausgeheilte Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus entstehen.

Ein Verzeichnis von Test- und Behandlungsstellen für Hepatitis und Kontakte von Spezialärzten finden Sie unten.

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